Der Humanistische Verband NRW informiert:
Humanismus für heute
Präsidenten machen keine Republik. Weder Theodor Heuss, Präsident-West von 1949 – 59, noch Wilhelm Pieck, Präsident-Ost von 1949 – 1960. Das Amt des Bundespräsidenten dient als Zierde der Republik. Die Zierde des Amtes nimmt Schaden, wenn ein Präsident – wie der vorüber gegangene Christian Wulff, Präsident-Ost/West für 20 Monate - offenbar zu viele Freunde hatte.
Ein neuer Bundespräsident steht ins Haus, Joachim Gauck. Offenbar hat auch er ziemlich viele Freunde, weil ihn eine Parteien-Gemeinschaft aus CDU/CSU nebst SPD und Grüne nebst FDP favorisiert.
Solch eine Parteien-Gemeinschaft, ohne die Kommunismus affinen Linken, nannte man in der DDR „Blockparteien“. Da wird sich Joachim Gauck freuen. Sein „Freiheitskampf“ in der DDR und seine Bürgerrechtsaktivitäten bei der Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes (BStU) werden belohnt.
Joachim Gauck ist Theologe, doch seit Hannover anno domini 2010 wissen wir, dass auch dieser Berufsstand nicht immer trittsicher ist. Denn wer grenzdebile Aussagen eines ehemaligen Finanzsenators zur Integrationspolitik als „Mut“ bezeichnet, wird noch einiges zu seinem bürgerlichen Freiheitsbegriff erklären müssen.
Die Demokratie gibt allen eine Chance. Wir sollten sie ihm auch geben.
Euer Erzhumanist
Solo für den Teufel - in Wuppertal und Dortmund
Haben Sie sich nicht auch schon einmal gefragt, was die Erlösung eigentlich ist? Erlösung wovon und wodurch? Insider wissen natürlich, Evas Apfeldiebstahl ist der tiefere Grund. Wegen dieses Vergehens bestrafte Gott die Menschheit mit Krankheit, Leiden und Tod. Genau von diesen Konsequenzen sollte uns Jesu Opfertod erlösen.
Doch warum sterben wir noch immer, werden krank und leidend, selbst wenn wir getauft? Sogar der Papst? Und vor allem die Frage aller Fragen: Warum erzürnte Gott ein simpler Apfeldiebstahl derart, während der Mord an seinem eigenen Sohn ihn versöhnte?
Solchen und ähnlichen Fragen widmet sich der Teufel mit verschmitzter Hingabe im Kabarett-Stückchen „Solo für den Teufel“ des ueTheaters aus Regensburg, ja, aus der Stadt, aus der der Papst kommt. Wie kann man Seelen zwicken? Warum betraft der Teufel die Bösen, statt sie zu loben? Warm wollte Gott nicht, dass die Menschen vom Baum des Lebens naschen?
Daneben weiß der Teufel manch Kurioses zu berichten. Wussten Sie z.B., dass Gott laut Bibel Hörner trägt? Einen Atem hat, der Gras und Blumen verdorren lässt und eine Stimme, die Menschen in den Tod treibt? Oder dass sein Sohn verkündete, er sei gekommen, „um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter“ (Matthäus 10, 35)?
Starker Tobak also für die Anhänger des Glaubens. Aber keine Angst: Der Teufel des ueTheaters ist ganz lieb!
Samstag, 10. März 2012, im Kulturhaus Alte Feuerwache, Gathe 6, 42107 Wuppertal
Sonntag, 11. März 2012, im Cabaret Queue, Hermannstr. 74, 44263 Dortmund
Weitere Infos: www.hvd-nrw.de, www.uetheater.de
Gedenkfeier 2011Humanistische GedenkfeierSonntag, 20. 11. 2011 um 11.00 Uhr
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Dem Humanismus mehr Geltung verschaffen!In einer Zeit, in der die Finanzmärkte weltweit agieren und immer mehr Einfluss auf die Politik und demokratische Strukturen nehmen, in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird, in der die Menschen immer mehr den Glauben an ein „höheres Wesen“ verlieren, in der immer mehr Skandale um die Institution „Kirche“ und Missbrauch durch deren Vertreter ans Licht kommen – In dieser Zeit erscheint es notwendiger denn je, dem Humanismus mehr Geltung zu verschaffen! Der Humanistische Verband NRW bekennt sich in seiner Verfassung zu den Grundlagen des modernen weltlichen Humanismus, zur Würde des Menschen und zur Ächtung von Kriegen. Er tritt für Geistes-, Glaubens- und Gewissensfreiheit ein und betrachtet als Voraussetzung zur Verwirklichung dieser Freiheiten die konsequente Trennung von Staat und Kirche sowie die Herauslösung der Kirche aus der Schule. Das bedeutet in der heutigen Zeit für uns Humanisten, nicht nur Lippenbekenntnisse abzugeben, sondern uns und unsere Ideen stärker in die öffentliche Diskussion einzubringen. Wir müssen massiver auf Unmenschlichkeit, religiösen Fanatismus und geistige Rückständigkeit reagieren und unser humanistisches Menschenbild dagegensetzen. Dazu werden wir zukünftig stärker unsere Alternativen darstellen. D.h., neben der weltanschaulich-theoretischen Arbeit wollen wir uns dort, wo es möglich ist, auch mehr auf praktische Tätigkeitsfelder im Sinne eines säkular-humanistischen Gemeinwesens orientieren. Dazu gehören u.a.: die Ausweitung unserer Angebote an weltlich-humanistischen Lebens- und Trauerfeiern sowie anderer weltlicher Kulturrituale mehr Angebote an öffentlichen und kritischen Veranstaltungen und Diskussionen zum Thema „Humanismus und Glauben“ die Einführung von Lebenskunde-Unterricht an den Schulen in NRW der Aufbau einer humanistischen Wohlfahrtsarbeit die Überlegung, von Schließung bedrohte Schulen z.B. durch die Weiterführung als „Weltliche Schulen“ aktiv zu verhindern die noch stärkere Verbreitung unseres Angebotes „Patientenverfügung“. Dazu ist es erforderlich, mehr Mitstreiter und „Humanistische Berater“ zu gewinnen, die - gut ausgebildet - auf den verschiedenen Aufgabenfeldern tätig werden. Das neu zu wählende Präsidium des HVD-NRW wird beauftragt, in diesem Sinne schnellstmöglich aktiv tätig zu werden. Engelsmatinee: Kapitalistik: Nach der Krise ist vor der Krise
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Einladung zur Friedrich-Engels-Matinee
