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Spende an den HVD NRW

Meine Spende an den HVD NRW

erinnern, trösten, orientieren

Wenn ein Mensch gestorben ist, sind nahe Angehörige und gute Freunde in vielfacher Weise erschüttert. Die meisten Menschen haben wenig Erfahrung im Umgang mit Tod. Wer in der Lebensmitte angekommen ist, wird wahrscheinlich das erste Mal mit diesem Ereignis so konfrontiert, dass er nun selber handelnd organisieren und zugleich die eigene Trauer verarbeiten muss. Das sind hohe Anforderungen, die nicht allen gut gelingen.

Es ist in Deutschland üblich, die Regelungen über die Form der Bestattung (Erdbestattung, Feuerbestattung), die Beibringung aller notwendigen Unterlagen für Dienststellen und Behörden einem Bestattungsunternehmen zu übertragen. In Nordrhein-Westfalen ist der HVD bei den meisten Bestattern bekannt, als die zuständige Organisation, die für eine Trauerfeier qualifizierte Sprecherinnen und Sprecher im Einsatz hat.

In der Humanistischen Weltanschauung ist kein Raum vorgesehen für ein Leben nach dem Tod, keine Zusage für ein Wiedersehen im Irgendwo, keine Bestrafung für Fehlverhalten und keine Belohnung für Wohlverhalten. Alles was lebt, hat einen Anfang und ein Ende. Der Mensch lebt.

Bei unseren symbolischen Handlungen, bei der Feier zum Tod eines Menschen, zum Austritt aus der Gemeinschaft der Lebenden, stellen wir den verstorbenen Menschen in den Mittelpunkt. Wir versuchen, Spuren nachzuzeichnen, die dieser Mensch hinterlassen hat.

Wir erinnern an Ereignisse, die sich bei Angehörigen und nahen Freunden verankert haben. Wir weisen auf die Möglichkeit hin, dass dort, wo eine Lücke entstanden ist, Vielfältiges neu beginnen kann.

Nirgendwo ist gesichert überliefert, wann und wo unsere menschlichen Vorfahren die ersten Worte zum Lebensende gesprochen haben. Die schönen deutschen Worte beerdigen und begraben geben nur Hinweise zum Bestattungsvorgang hier in Mitteleuropa.

In den Humanistischen Verbänden und ihren Vorläuferorganisationen (Freireligiöse, Freidenker, Freigeister) gab es von Anbeginn symbolische Handlungen zu den bedeutenden Ereignissen im menschlichen Leben und ebenso zum Lebensende. Die Auseinandersetzungen um die Einführung der Feuerbestattung am Ende des 19. Jahrhunderts bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts wurden wesentlich von den humanistischen Vorläuferorganisationen bestritten. Vor allem christliche Eiferer hielten dagegen, weil die angebliche „Auferstehung des Fleisches“ damit bedroht schien. Mittlerweile ist die Feuerbestattung hierzulande der Regelfall.

Aus der Zeit der Auseinandersetzungen um die Feuerbestattung stammt auch das frühere Verbandssymbol, die Feuerschale.

Je nach Anforderung und Bedarf werden in der Landesgeschäftsstelle in Dortmund Gesprächskreise für Trauernde angeboten.