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Humanismus für heute

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Norwegen und die übrigen Staaten im Norden Europas gelten als bedächtig, sozial befriedet und wenig extremistisch. Und dann das: Der unauffällige Nachbar und biedere Bürger Anders Behring Breivik bringt vor dem Regierungsgebäude in Oslo eine Autobombe zur Explosion, fährt zur nahegelegenen Ferieninsel Utoya und erschießt mit einem automatischen Gewehr etwa achtzig Jugendliche.

Trauer und Entsetzen, nicht nur in Norwegen auch hier.

Wie kann so etwas verhindert werden? Hektisches Gefrage von Journalisten führt zu leichtfertigen bis unsinnigen Lösungsvorschlägen. Karl Ratzinger richtet „einen schmerzerfüllten Aufruf an alle, den Weg des Hasses für immer zu verlassen und der Logik des Bösen zu entfliehen.“ Angela Merkel wird zitiert mit den Worten „dieser Hass ist unser gemeinsamer Feind“ (!). Grüne und sozialdemokratische Politiker rufen nach mehr Polizei und besserer Überwachung der Bürger im Internet, um Hass- und Hetzparolen frühzeitig entgegen wirken zu können.

Trauer und Wut sollte konsequentes Denken nicht behindern.

Die Toten sind nicht tot, weil sie ein Mensch gehasst hat. Sie sind tot, weil sich ein Mensch auf legalem Weg automatische Schusswaffen besorgen konnte! Zur Erinnerung: Am 11. März 2009 erschoss Tim K. fünfzehn Schüler der Albertville-Realschule in Winnenden. Tim K. ist ziemlich legal an seine Schusswaffe gekommen.

Menschen werden den Hass unter Menschen nicht abschaffen können!

Abschaffen können Menschen die Waffen, die es Menschen ermöglicht, andere Menschen kaltblütig umzubringen.

Vordringlich ist, das Machbare und Nötige zu tun.

Denn wozu benötigen freie Bürger in einem demokratischen Gemeinwesen automatische Schusswaffen?

Euer Erz-Humanist

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