Da haben sich die wahren Eidgenossen ein Ei ins Nest gelegt. Künftig soll in die Schweizer Verfassung eingefügt werden: „Der Bau von Minaretten ist verboten“. Nach den letzten Meldungen haben 57% der Schweizer dieser Forderung zugestimmt.
Unser neutraler Nachbar im Süden gibt sich engstirnig und rückwärts gewandt. Wir sollten unseren kleinen Nachbarn nicht überfordern. Auch bei der Einführung des Frauenwahlrechts in der Schweiz hatte er sich übermäßig Zeit genommen.
Die Gelegenheit, sich über Bauvorschriften zur Errichtung von Gebetshäusern zu unterhalten, sollte jetzt konsequent genutzt werden. Wer weiß, wie viele Quadratmeter groß eine evangelische Kirche in der Türkei sein darf? Darf in Saudi Arabien bei einer christlichen Kirche an der Außenmauer ein Kreuz angebracht werden? Ist es im Iran erlaubt, den Grundriss einer katholischen Kirche als Kreuz zu konzipieren? Wie lange und an welchen Wochentagen dürfen in Ländern mit überwiegend muslimischer Bevölkerung Glocken zum Gebet rufen?
Als Humanisten sind wir nicht die geeigneten Schiedsrichter, wenn Gott-Anbeter sich untereinander anrempeln und sich in ihrer Glaubensausübung behindern. Wer Religionen keine Freiheit lässt, wird kein Interesse an Menschen zeigen, die frei von allen Religionen sind.
Das erschrickt. In der Schweiz, In der Türkei. Und anderswo.
Euer Erz-Humanist



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