Seniorenbeiratswahl 2009
Dierk Koch schreibt am 17. März 2009
Der Seniorenbeirat ist ein Gremium, das die Ausschüsse im Stadtrat auf die besonderen Probleme der älteren Mitbürger/Innen aufmerksam machen und beraten soll. Je zwei Kandidaten aus jedem Stadtbezirk werden per Briefwahl alle 5 Jahre gewählt. Ich habe mich zur Wahl gestellt, die jetzt im März statt findet.
In der Satzung des Seniorenbeirates heißt es wörtlich: „Die Mitglieder des Seniorenbeirates sind ehrenamtlich tätig. Sie arbeiten unparteilich und überkonfessionell. Sie sind an keine Weisungen gebunden.“
Die CDU hielt sich nicht daran und lud zur „Vorstellung ihres Kandidaten zum Senioren-beirat“ am 26. Februar ins Bezirksrathaus ein. Die anderen drei Kandidaten/In waren komplett auch erschienen, was schon eine gewisse Unsicherheit des „CDU-Kandidaten“ erkennen ließ. Als ich mich nach der Vorstellung des "CDU-Kandidaten" in der Diskussionsrunde dagegen verwahrte, dass die CDU die Wahl zum Seniorenbeirat als Wahlkampfplattform missbrauche, beleidigte mich ein ein Parteimitglied und forderte mich auf, den Saal zu verlassen. Die Gastgeberin und Stadtratsmitglied Ruth Decker rief ihren Parteifreund NICHT zur Ordnung, sondern fügte ergänzend hinzu, dass es jeder Partei unbenommen sei, „ihren“ Kandidaten zu küren. Darauf verließ ich aus Protest die Veranstaltung.
In den darauf folgenden Tagen habe ich der örtlichen Presse und den wöchentlich erscheinenden lokalen Werbezeitungen von diesem Eklat Mitteilung gemacht. Die „Rheinische Post“ berichtete sehr verkürzt allein von meinem Veto gegen die Vorstellung des CDU-Kandidaten. Die Werbezeitschrift „Nord-Bote“ hat meinen Bericht ungekürzt veröffentlicht.
Fazit: Man darf sich nicht alles gefallen lassen! Demokratie muss gelebt werden!
Dierk Koch, 17. März 2009



