Es braucht wohl immer erst einen Anlass, dass sich Menschen über sich selbst und ihre Lebenseinstellungen Gedanken machen. Die aktuellen Nachrichten in den Medien berichten über zahlreiche Kirchenaustritte aus der Katholischen Kirche wegen des päpstlichen Fehlgriffs, einen antisemitischen Geistlichen in seinem Kirchenamt zu bestätigen.
An sich sind Kirchenaustritte eine gute Meldung, da sie die Selbstbestimmung des Menschen bestätigen. Wenn ich jedoch in der gleichen Meldung höre, dass Kirchenaustritte nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz möglich sind und sonst nirgendwo auf dem Erdball, ist das ein Skandal und geistige Folterung insbesondere an Kindern.Taufen zum Katholizismus sind nicht widerrufbar, hieß es in der Meldung. Sollte mir jetzt jemand entgegnen, dass mit der Kommunion der Glaube bestätigt wird, so sind es immer noch Kinder, die die Tragweite ihrer Entscheidung oder besser die Entscheidung der Eltern nicht einordnen können; oder war es doch der Druck des Pfarrers?
Dierk Koch
HVD-NRW, Ortsgemeinschaft Düsseldorf





