Wenn Sie eine weltliche Trauerfeier wünschen, wenden Sie sich zunächst an das Bestattungshaus Ihres Vertrauens. Dieses regelt alle für eine Bestattung und Trauerfeier notwendigen Dinge. Verlangen Sie ausdrücklich eine Sprecherin oder einen Sprecher des Humanistischen Verbandes NRW. Mit den meisten Bestattungsunternehmen arbeiten wir bereits seit Jahrzehnten zusammen. Uns steht eine Gruppe von nahezu 20 ausgebildeten, ehrenamtlichen, weltlichen Sprechern und Sprecherinnen zur Verfügung.
Wo keine Ewigkeit, kein Wiedersehen, kein Leben nach dem Tode versprochen werden kann, wo der Mensch und nicht ein Ritual im Mittelpunkt steht, da ist es keine leichte Aufgabe, das richtige Wort zu finden. In der humanistischen Bewegung kam der Trauerarbeit seit den Anfängen eine besondere Bedeutung zu. Für die hauptamtlichen Mitarbeiter der freigeistigen und freidenkerischen Verbände war das Amt des weltlichen Trauerredners immer ein Bestandteil ihrer Tätigkeit. Der Kampf um die Feuerbestattung und die Sterbeversicherung waren integraler Bestandteil der Verbandstätigkeit, die Flammenschale das gemeinsame Symbol. Während heute die Tendenz besteht, bei Geburt oder Namensgebung, dem Übergang in die Erwachsenenwelt und der Begründung von Partnerschaften durchaus auf formelle Akte und oft sogar auf Feiern zu verzichten, ist dies bei Sterbefällen weitgehend nicht der Fall.
Das letzte Geleit ist nach wie vor für die meisten, die sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzen, ein wichtiger Aspekt. Ebenso wollen Angehörige nicht auf einen würdigen Abschied verzichten. Inzwischen kommen weitere und erhöhte Anforderungen auf unsere Trauersprecher zu. Der Autodidakt wird immer mehr durch den vielseitig ausgebildeten und geschulten Redner ersetzt.
Unsere Sprecherinnen und Sprecher erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung, Fahrtkosten, Telefonkosten und Spesen erstattet. Von den beim Humanistischen Verband NRW verbleibenden Einnahmen werden weitere soziale Angebote finanziert:
- Gesprächskreis für Trauernde; Von ganzem Herzen klagen dürfen -Trauer begleiten und bewältigen, alle 14 Tage mittwochs 17.00 - 19.00 Uhr
- Beratung für Menschen in Konfliktsituationen; dienstags ab 8.00 - 12.00 Uhr;
- Die Beratungsstelle für ältere Menschen, montags - donnerstags 8.00 - 12.00 Uhr
- Beratungsstelle für den Abschluß einer Patienten-Vorsorgeverfügung; montags - freitags 9.00 - 16 .00 Uhr; Termin nach Vereinbarung
Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) ist eine bundesweit tätige Interessengemeinschaft von konfessionsfreien und weltlich orientierten Menschen. Durch Ihren Auftrag an den Humanistischen Verband NRW unterstützen Sie also gleichzeitig wichtige Gemeinwesen- und Sozialarbeit. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts sind wir ohnehin zur Gemeinnützigkeit verpflichtet und weisen dies pflichtgemäß dem örtlichen Finanzamt und dem Kultusministerium nach.
Die Wurzeln des HVD liegen in der humanistischen Aufklärung und der internationalen Menschenrechtsbewegung. In Nordrhein-Westfalen blicken wir auf eine 150 jährige Tradition zurück. Schon vor über 100 Jahren hielten Sprecher unserer Vorläuferorganisation weltliche Trauerfeiern ab. Heute gehört die Verwirklichung einer zeitgemäßen Trauerkultur zu einem wichtigen Anliegen des Humanistischen Verbandes Deutschlands.
Sprecheraus- und -weiterbildung
Lebensberatung für Trauernde
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter 0231 52 72 48





