Reli-Unterricht jetzt auch alevitisch
Schulversuch an drei Grundschulen
Der türkische Staat erkennt die Aleviten bis heute nicht als religiöse Minderheit an, obgleich dort zwischen 15 und 30 Prozent der Bevölkerung dieser Glaubensgemeinschaft angehören.
In Deutschland setzte der Dachverband der Alevitischen Gemeinden jetzt sogar eigenen Religionsunterricht durch. Ein langjähriger Kampf um Anerkennung war dem vorangegangen. Drei Dortmunder Grundschulen nehmen seit diesem Schuljahr an dem Versuch teil, NRW-weit sind es elf.
Noch besuchen die 15 bis 20 Kinder pro Schule diesen Unterricht in der sechsten oder siebten Stunde. Ab nächstem Halbjahr allerdings soll das Fach parallel zum katholischen und evangelischen Unterricht stattfinden. Doch schon jetzt gelte der in deutscher Sprache erteilte alevitische Unterricht als ordentliches Fach, das damit auch versetzungswirksam ist. Die Bezirksregierung Köln qualifiziert in Zusammenarbeit mit der Alevitischen Gemeinde Deutschland ohnehin im Schuldienst tätige Lehrer für diese Aufgabe.
Aus Ruhr-Nachrichten, 13.09.2008
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