Dem Humanismus mehr Geltung verschaffen!
In einer Zeit,
in der die Finanzmärkte weltweit agieren und immer mehr Einfluss auf die Politik und demokratische Strukturen nehmen,
in der die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer wird,
in der die Menschen immer mehr den Glauben an ein „höheres Wesen“ verlieren,
in der immer mehr Skandale um die Institution „Kirche“ und Missbrauch durch deren Vertreter ans Licht kommen –
In dieser Zeit erscheint es notwendiger denn je, dem Humanismus mehr Geltung zu verschaffen!
Der Humanistische Verband NRW bekennt sich in seiner Verfassung zu den Grundlagen des modernen weltlichen Humanismus, zur Würde des Menschen und zur Ächtung von Kriegen. Er tritt für Geistes-, Glaubens- und Gewissensfreiheit ein und betrachtet als Voraussetzung zur Verwirklichung dieser Freiheiten die konsequente Trennung von Staat und Kirche sowie die Herauslösung der Kirche aus der Schule.
Das bedeutet in der heutigen Zeit für uns Humanisten, nicht nur Lippenbekenntnisse abzugeben, sondern uns und unsere Ideen stärker in die öffentliche Diskussion einzubringen. Wir müssen massiver auf Unmenschlichkeit, religiösen Fanatismus und geistige Rückständigkeit reagieren und unser humanistisches Menschenbild dagegensetzen.
Dazu werden wir zukünftig stärker unsere Alternativen darstellen. D.h., neben der weltanschaulich-theoretischen Arbeit wollen wir uns dort, wo es möglich ist, auch mehr auf praktische Tätigkeitsfelder im Sinne eines säkular-humanistischen Gemeinwesens orientieren. Dazu gehören u.a.:
die Ausweitung unserer Angebote an weltlich-humanistischen Lebens- und Trauerfeiern sowie anderer weltlicher Kulturrituale
mehr Angebote an öffentlichen und kritischen Veranstaltungen und Diskussionen zum Thema „Humanismus und Glauben“
die Einführung von Lebenskunde-Unterricht an den Schulen in NRW
der Aufbau einer humanistischen Wohlfahrtsarbeit
die Überlegung, von Schließung bedrohte Schulen z.B. durch die Weiterführung als „Weltliche Schulen“ aktiv zu verhindern
die noch stärkere Verbreitung unseres Angebotes „Patientenverfügung“.
Dazu ist es erforderlich, mehr Mitstreiter und „Humanistische Berater“ zu gewinnen, die - gut ausgebildet - auf den verschiedenen Aufgabenfeldern tätig werden.
Das neu zu wählende Präsidium des HVD-NRW wird beauftragt, in diesem Sinne schnellstmöglich aktiv tätig zu werden.
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